Finde heraus, was dein Haushalt jeden Monat kostet und was du zum Einzug wirklich brauchst. So kannst du gut starten, ohne alles auf einmal kaufen zu müssen.
DEIN START IM ÜBERBLICKSchau zuerst, was du dir jeden Monat leisten kannst
Bevor du deinen ersten großen Einkauf planst, schau dir deinen normalen Monat an: Was kommt zuverlässig rein und was geht wieder raus? Der Budgetplaner der Verbraucherzentrale hilft dir, Einnahmen und Ausgaben gegenüberzustellen. Danach kannst du in Ruhe entscheiden, was für deinen Haushalt jetzt drin ist und was noch warten darf.
Du kannst auch deine eigene Übersicht nutzen. Wichtig ist der Überblick, nicht das Werkzeug.
Das Wichtigste in Kürze
Den ganzen Monat rechnen: Stelle verlässliche Einnahmen allen laufenden Kosten gegenüber. Neben Miete gehören auch Versorgung, Lebensmittel, Mobilität und anteilige Jahresrechnungen in deinen Plan.
Verträge passend klären: Prüfe, welche Versorgung schon besteht und ob du noch mitversichert bist. Ein Auszug bedeutet nicht, dass du jeden Vertrag neu abschließen musst.
Rundfunkbeitrag zuordnen: Kläre, wer für die Wohnung zahlt. Prüfe gegebenenfalls eine Befreiung; sie muss beantragt werden und gilt nicht automatisch für alle WG-Mitbewohner.
Vorhandenes zuerst nutzen: Schau, was du besitzt, übernehmen oder leihen kannst. Halte nur fest, was für Schlafen, Essen, Bad, Reinigung und Wäsche noch fehlt.
Nach Dringlichkeit besorgen: Trenne direkt Nötiges von späteren Wünschen. Wenn Geld für notwendige Erstausstattung fehlt, kläre mögliche Unterstützung vor dem Kauf.
0101 · DEIN GELD IM ALLTAGPlane deinen Monat, bevor du deinen Haushalt einrichtest
Die Miete ist ein großer Posten, aber nicht dein ganzer Monat. Entscheidend ist, was nach allen Ausgaben tatsächlich übrig bleibt – nicht nur, ob du die nächste Mietzahlung schaffst.
Rechne mit Geld, auf das du dich verlassen kannst
Starte mit dem Geld, das dir regelmäßig wirklich zur Verfügung steht: etwa Nettogehalt, Ausbildungsvergütung oder verlässlich zugesagte Unterstützung. Ein möglicher Bonus oder gelegentliche Geldgeschenke gehören nicht fest in deinen normalen Monatsplan.
Nimm auch die weniger offensichtlichen Kosten dazu
Prüfe, was deine Miete bereits umfasst und was zusätzlich anfällt. Denk an Energie, Internet und Mobilfunk, Versicherungen, Rundfunkbeitrag, Mobilität und laufende Mitgliedschaften. Plane außerdem Geld für Lebensmittel, Kleidung, Freizeit und eine mögliche Rücklage ein. Zähle bereits enthaltene Kosten nicht doppelt.
Eine jährliche Rechnung bleibt eine Ausgabe, auch wenn sie elf Monate lang nicht auftaucht. Kostet sie zum Beispiel 120 Euro, planst du dafür jeden Monat 10 Euro ein. So kommt die Zahlung später nicht völlig überraschend.
Lass ein knappes Ergebnis nicht unter den Tisch fallen
Wenn der Plan nicht aufgeht, ist das kein Grund, die Zahlen schönzurechnen. Schau, was warten kann und welche laufenden Kosten du wirklich verändern kannst. Wenn trotzdem Geld für das Notwendige fehlt, hol dir früh Beratung. Eine mögliche Förderung oder ein noch nicht sicherer Nebenverdienst sind noch keine verlässliche Lösung.
Wenn du mit jemandem zusammenziehst, klärt zuerst: Welche Kosten teilen wir, wie teilen wir sie auf und wer kümmert sich um die Zahlung? Eine klare Absprache ist wichtiger als ein neues Konto.
Ein Gemeinschaftskonto kann gemeinsame Ausgaben von privaten Käufen trennen. Besprecht vorher, wie viel jeder einzahlt und wofür ihr das Konto nutzt. Klärt auch, welche Zugriffsrechte ihr habt und was mit dem Konto passiert, wenn später jemand auszieht.
0202 · VERSORGUNG UND VERSICHERUNGENKläre deine laufenden Verträge und den passenden Schutz
Mit der eigenen Wohnung landen einige Aufgaben zum ersten Mal bei dir. Du musst dafür nicht vorsichtshalber alles neu abschließen. Schau zuerst, was schon geregelt ist und was du tatsächlich noch brauchst.
Kläre Strom und Internet in den passenden MoveU-Aufgaben
Prüfe, welche Versorgung du selbst organisierst und ob beispielsweise Internet schon über einen gemeinsamen Vertrag läuft. Die Details zu Anschluss, Anbieter und Termin erledigst du in den zuständigen MoveU-Aufgaben. Hier nimmst du die laufenden Kosten in deinen Monatsplan auf.
Prüfe zuerst deine Privathaftpflicht
Die Privathaftpflicht betrifft Schäden, die du anderen zufügst. Das kann zum Beispiel passieren, wenn du versehentlich etwas beschädigst, das dir nicht gehört. Ob und in welcher Höhe die Versicherung zahlt, hängt vom Schaden und vom Vertrag ab.
Kläre beim Auszug zuerst, ob du noch über deine Eltern mitversichert bist. Das kann während Schule oder Ausbildung je nach Vertrag möglich sein, ist aber nicht selbstverständlich.
Frag beim bestehenden Versicherer nach, bevor du doppelt abschließt oder von einem Schutz ausgehst, der nicht mehr besteht.
Überlege, wie du deine eigenen Sachen absichern möchtest
Eine Hausratversicherung betrifft deine Einrichtung und persönlichen Gegenstände bei vereinbarten Schäden, etwa durch Feuer oder Einbruchdiebstahl. Sie ersetzt nicht einfach jeden Schaden in der Wohnung.
Überlege, was es kosten würde, Möbel, Kleidung und Geräte nach einem großen Schaden wiederzubeschaffen. Könntest du das selbst bezahlen? Diese Frage hilft dir bei der Entscheidung mehr als die bloße Tatsache, dass du jetzt eine eigene Wohnung hast.
0303 · EIN BEITRAG PRO WOHNUNGPrüfe, wer für deine Wohnung Rundfunkbeitrag zahlt
Bevor du eine Anmeldung abschickst, frag kurz: „Zahlt für diese Wohnung schon jemand?“ In einer gemeinsamen Wohnung muss grundsätzlich nicht jede Person einzeln zahlen.
Kläre eure Zuordnung
Aktuell beträgt der Rundfunkbeitrag grundsätzlich 18,36 Euro im Monat pro Wohnung. Wohnst du allein und greift keine Ausnahme, meldest du die Wohnung selbst an. In einer WG oder Paarwohnung klärt ihr, wer bereits angemeldet ist beziehungsweise die Anmeldung übernimmt.
Wenn du angeschrieben wirst, obwohl schon jemand für die Wohnung zahlt, antworte dem Beitragsservice mit den dort verlangten Angaben. Ignoriere das Schreiben nicht einfach.
Prüfe eine mögliche Befreiung
Bestimmte Leistungen, etwa BAföG oder Berufsausbildungsbeihilfe, können unter den Voraussetzungen des Beitragsservice eine Befreiung ermöglichen. Sie muss beantragt werden. Eine befreite Person macht nicht automatisch beliebige WG-Mitbewohner beitragsfrei.
Im Wohnheim können einzelne Zimmer beitragsrechtlich als eigene Wohnung zählen. Verlass dich dort nicht allein auf eine gemeinsam genutzte Küche.
0404 · ERST SCHAUEN, DANN KAUFENSchau zuerst nach, was du schon hast
Vielleicht kommt Geschirr aus der alten WG mit. Vielleicht stehen bei deiner Familie noch Handtücher oder ein brauchbarer Tisch. Geh erst durch, was du besitzt, übernehmen oder leihen kannst. Danach kannst du viel gezielter entscheiden, was du tatsächlich noch besorgen musst.
Denk an deinen Alltag, nicht an eine perfekte Einkaufsliste
Schlafen: Hast du eine nutzbare Schlafmöglichkeit und Bettzeug?
Küche: Kannst du Lebensmittel aufbewahren, etwas Einfaches zubereiten und davon essen?
Bad: Sind Handtuch, Toilettenpapier und deine üblichen Hygienesachen verfügbar?
Reinigung und Müll: Kannst du etwas abwischen, spülen, den Boden reinigen und Müll sammeln?
Wäsche: Weißt du, wo du waschen und trocknen kannst? Eine eigene Waschmaschine ist nicht die einzige Möglichkeit.
Werkzeug: Ist das Nötige für einfache Möbelmontage vorhanden oder ausleihbar?
Frag beim gemeinsamen Einzug nach, bevor ihr doppelt kauft
Klärt, wer welche Dinge mitbringt und wem sie gehören. So kauft ihr nicht beide einen Wasserkocher und stellt erst beim Einzug fest, dass noch kein Topf da ist. Gebrauchte Möbel, geliehenes Werkzeug und übernommenes Geschirr sind genauso brauchbare Lösungen wie ein Neukauf.
0505 · GEZIELT STARTKLAR WERDENBesorge zuerst die Dinge, die deinen Alltag möglich machen
Du brauchst zum Einzug kein fertiges Gesamtbild. Du brauchst einen Alltag, der funktioniert. Teile deshalb das, was wirklich fehlt, in drei einfache Gruppen.
Direkt nötig
Alles, ohne das die ersten Tage unnötig schwierig werden: eine Schlafmöglichkeit, Handtuch, Toilettenpapier, etwas Geschirr, Müllbeutel und die Dinge, mit denen du essen, spülen und sauber machen kannst. Was genau dazugehört, hängt davon ab, was die Wohnung schon bietet und wie du lebst.
Bald sinnvoll
Dinge, die dir regelmäßig Arbeit abnehmen, aber nicht am ersten Abend fertig sein müssen. Vielleicht merkst du nach einigen Tagen, dass eine bessere Wäschelösung oder zusätzlicher Stauraum wirklich hilft.
Kann warten
Dekoration, zusätzliche Möbel oder Spezialgeräte dürfen später kommen. Wenn du noch nicht weißt, ob du etwas benutzen wirst, musst du es nicht vorsorglich kaufen.
Frag nach Unterstützung, wenn notwendige Ausstattung fehlt
Wenn dir notwendige Möbel oder Haushaltsgeräte fehlen und du sie nicht bezahlen kannst, frag vor dem Kauf beim Jobcenter nach Unterstützung für die Erstausstattung. Gemeint ist Hilfe für die notwendige erste Ausstattung deiner Wohnung – kein pauschales Startgeld für jeden Auszug.
Unter bestimmten Voraussetzungen ist diese Hilfe auch möglich, wenn du bisher kein Geld vom Jobcenter bekommst. Welche Unterstützung infrage kommt, wird anhand deiner Situation geprüft. Frag nach den benötigten Unterlagen und plane eine bestimmte Summe erst fest ein, wenn sie zugesagt ist.
Kläre deine wichtigsten Fragen zum ersten eigenen Haushalt
Je nach Wohnsituation kommen Energie, Internet, Mobilfunk, Versicherungen, Rundfunkbeitrag, Mobilität und dein normaler Alltag dazu. Prüfe, was schon in der Miete enthalten ist, damit du nichts doppelt rechnest. Auch jährliche Rechnungen gehören anteilig in deinen Monatsplan. Was danach übrig bleibt, ist nicht automatisch für Möbel frei – davon brauchst du auch Geld zum Leben.
Kläre zuerst deinen Privathaftpflichtschutz und ob du noch über deine Eltern mitversichert bist. Eine Hausratversicherung betrifft dagegen deine eigenen Sachen bei vereinbarten Schäden. Überlege, ob du sie nach einem größeren Schaden selbst ersetzen könntest. Welche Verträge nötig sind, hängt von deiner Situation und den Bedingungen ab. Diese Seite ersetzt keine vollständige Prüfung deiner persönlichen Absicherung.
Nein. Grundsätzlich fällt ein Beitrag pro Wohnung an, aktuell 18,36 Euro im Monat. Klärt, unter wessen Beitragskonto die Wohnung geführt wird. Eine persönliche Befreiung gilt nicht automatisch für alle WG-Mitbewohner. Bei Wohnheimzimmern können eigene Regeln gelten – prüfe dort die konkrete Wohnform beim Beitragsservice.
Zuerst das, womit du schlafen, essen, dich waschen, sauber machen und deine Wäsche versorgen kannst. Was dafür fehlt, hängt von deiner vorhandenen Ausstattung ab. Ein geliehener Gegenstand oder eine vorübergehende Lösung kann genauso helfen wie ein Neukauf. Möbel für das perfekte Gesamtbild und Dinge ohne klaren Nutzen dürfen warten.
Frag vor dem Kauf beim Jobcenter nach, ob eine Erstausstattung für dich infrage kommt. Unter bestimmten Voraussetzungen sind dafür einmalige Leistungen möglich, auch ohne laufenden Leistungsbezug. Ein erster Auszug allein reicht als Anspruchsgrund nicht aus. Kläre Bedarf und Unterlagen direkt mit der zuständigen Stelle; gebrauchte oder übernommene Dinge können zusätzlich eine praktische Lösung sein.
FÜR DICH GEHT ES HIER WEITER
Plane jetzt deine einmaligen Kosten und die ersten Tage
Wenn dein laufender Haushalt eingeordnet ist, halte die einmaligen Ausgaben getrennt fest und bereite das vor, was du am Umzugstag sofort brauchst.
Maximilian Bertrand entwickelt MoveU, damit Menschen ihren Umzug übersichtlich vorbereiten und passende nächste Schritte finden können. Sein Schwerpunkt liegt auf verständlichen Inhalten und klarer Nutzerführung.
Für diese Seite wurden die freigegebenen Alltagsthemen mit Informationen der Verbraucherzentrale, des Beitragsservice, der Bundesagentur für Arbeit und den jeweiligen Kontoanbietern abgeglichen. Die Reihenfolge folgt deinem Bedarf: laufende Kosten verstehen, bestehenden Schutz prüfen, vorhandene Ausstattung nutzen und erst danach gezielt Angebote ansehen.
MoveU hilft dir beim Überblick, prüft aber weder deine persönliche Zahlungsfähigkeit noch einen individuellen Versicherungs- oder Leistungsanspruch. Kontobedingungen und Angebote können sich ändern. Verbindliche Auskünfte zu deinem Vertrag bekommst du beim Anbieter, zu staatlicher Unterstützung bei der zuständigen Stelle.
Über MoveU
MoveU verbindet Aufgaben, Termine, Budget, Services und Einkaufsmöglichkeiten in einem persönlichen Umzugsplan. Dienstleistungen findest du in den Services, Haushaltsartikel und Einrichtung in der Storefront.
Einige Konto-, Versicherungs- und Händlerlinks sind als „Anzeige · Partnerlink“ gekennzeichnet. Darüber kann MoveU eine Vergütung erhalten. Du musst keinen dieser Links nutzen oder einen Vertrag abschließen, um deine Aufgabe zu erledigen. Die genannten Angebote sind keine vollständige Marktübersicht und keine Zusage, dass ein bestimmtes Produkt zu dir passt.
Der Storefront-Link führt zunächst innerhalb von MoveU weiter. Dort gelten die Kennzeichnungen der jeweiligen Angebote. Der Budgetplaner der Verbraucherzentrale, der Beitragsservice und die Bundesagentur für Arbeit sind keine Affiliate-Handoffs dieser Seite.
DEIN PERSÖNLICHER PLAN
Behalte deinen Auszug und die nächsten Schritte im Blick
Mit deinem MoveU-Plan kannst du Aufgaben abhaken, Zuständigkeiten teilen und die einmaligen Umzugskosten verfolgen. Die Informationen, Services und Storefront dieser Seite kannst du auch ohne persönlichen Plan nutzen.
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