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Checkliste

Mieterselbstauskunft – Formular herunterladen & Nachmieter prüfen

Für Mieter in Deutschland: Premium-Selbstauskunft (DOCX) für Nachmieter:innen und eigene Bewerbungen – inkl. DSGVO-sicherer Hinweise, Nachweis-Checkliste und Entscheidungshilfe, ideal „3 Monate vor dem Umzug“ (Stand: Februar 2026).

Das Wichtigste in Kürze

  • Vollständig = schnelleres „Ja“: Selbstauskunft + Einkommensnachweis + SCHUFA gebündelt reduziert Rückfragen und beschleunigt die Entscheidung.
  • Unzulässige Fragen musst du nicht beantworten: Religion, Parteizugehörigkeit, Schwangerschaft oder Gesundheitszustand sind als Angaben nicht erforderlich – auch wenn sie im Formular stehen.
  • Nur das Nötige weitergeben: Daten sparsam, zweckgebunden und nachvollziehbar – am besten als PDF-Set mit klarer Benennung.
  • Falschangaben sind riskant: Unwahre Angaben zu Einkommen oder Mietschulden können später zur Anfechtung/Kündigung führen.
Vorlage herunterladen Oder erst kurz prüfen
10–20 Min Deutschland DOCX

Wenn du nur das Formular willst: Vorlage herunterladen → ausfüllen → Nachweise bündeln → sauber weitergeben → fertig.

Selbstauskunft – wofür und wie du sie einsetzt

Kurzantwort: Nutze die Selbstauskunft als einheitliches Unterlagen-Set: für Nachmieter:innen (Vermieter überzeugen) und für deine neue Wohnung (schnell bewerben, ohne hektisches Nachreichen).

So nutzt du das Formular (3–5 Schritte)

  • DOCX herunterladen und am PC/Tablet ausfüllen (sauberer als am Handy).
  • Nur relevante Felder ausfüllen: Identität, Haushaltsgröße, Einzugsdatum, Einkommen, Beschäftigung, Kontakt.
  • Nachweise bündeln: Einkommensnachweis + ggf. SCHUFA + Ausweiskopie (nur wenn wirklich nötig) in ein PDF-Set.
  • Datensparsam teilen: erst nach ernsthaftem Interesse; sensible Infos schwärzen/verkürzen (z. B. Kontodaten).
  • Einheitlich benennen: „Selbstauskunft_Max_Muster_2026-02.pdf“ – wirkt sofort professionell.

Mini-Case: Max möchte früher aus seiner alten Wohnung raus und schlägt seinem Vermieter einen passenden Nachmieter vor. Er lässt die Interessenten vorab eine strukturierte Selbstauskunft ausfüllen – inkl. Einkommensnachweis und SCHUFA. Der Vermieter ist überzeugt, stimmt der Vertragsübernahme zu – und Max kann sich parallel schneller bewerben, weil seine Unterlagen schon fertig sind.

Merksatz: Je klarer und vollständiger dein Unterlagenpaket ist, desto eher wird aus „wir melden uns“ ein konkreter Termin – besonders in angespannten Wohnungsmärkten.

Vorgehen & Ablauf

Kurzantwort: In der Phase „3 Monate vor dem Umzug“ ist der Sweet Spot: Unterlagen einmal sauber aufsetzen, dann für Nachmieter:innen und Bewerbungen immer wieder verwenden.

  1. Basisdaten eintragen

    Trage Identität, Haushaltsgröße, Einzugsdatum und Kontakt vollständig und konsistent ein.

    • Einheitliche Schreibweise wie im Ausweis.
    • Haushaltsgröße realistisch (inkl. Kinder/Partner).
  2. Einkommen & Beschäftigung sauber darstellen

    Sei klar, aber nicht über-invasiv: monatliches Nettoeinkommen + Anstellungsart reicht meist.

    • Wenn du knapp liegst: Bürgschaft/weitere Sicherheiten aktiv anbieten.
    • Selbstständig: aktuelle Nachweise (z. B. BWA/Steuerbescheid) nur wenn gefragt.
  3. Nachweise bündeln (1 Paket)

    Erstelle ein kompaktes Set, das schnell geprüft werden kann.

    • Einkommensnachweis (z. B. letzte 3 Monate) + optional SCHUFA.
    • PDF-Set statt Einzeldatei-Chaos.
  4. Weitergabe kontrollieren

    Gib Daten erst heraus, wenn echtes Interesse besteht – und dokumentiere, an wen du was gegeben hast.

    • Schwärze unnötige Details (z. B. Kontonummern, Kundennummern).
    • Wenn möglich: Zeitlich begrenzte Bereitstellung (z. B. Link mit Ablauf).

Micro Decision Tree (Wenn → dann):

  • Wenn du einen Nachmieter vorschlägst → dann reiche die Selbstauskunft inkl. Nachweisen gebündelt beim Vermieter ein.
  • Wenn du dich selbst bewirbst → dann halte das Paket als PDF bereit, um es in Minuten zu versenden.
  • Wenn mehrere Interessenten da sind → dann vergleiche strukturiert (Einkommen, Haushaltsgröße, Bonität, Einzugsdatum).

Praktisch parallel: Wohnung für Interessenten vorbereiten (z. B. Reinigung & Reparatur) und dann Wohnung inserieren.

Risiken & typische Fehler

Kurzantwort: Die größten Risiken sind unnötige Datenweitergabe, unzulässige Angaben und Falschangaben bei Einkommen/Mietschulden – das kann dir rechtlich und praktisch massiv schaden.

Top-Fehler (mit Lösung)

  • Zu viele Daten sofort rausgegeben (Ausweis, Kontodaten, Details ohne Bedarf).
    Warum kritisch: Mehr Daten = mehr Risiko (Missbrauch/Weitergabe) und oft nicht nötig.
    Lösung: Datensparsam teilen, erst bei ernsthaftem Interesse, unnötige Stellen schwärzen.
  • Unzulässige Fragen beantwortet (z. B. Religion/Parteizugehörigkeit/Schwangerschaft/Gesundheit).
    Warum kritisch: Solche Angaben sind nicht erforderlich und können diskriminierend wirken.
    Lösung: Felder leer lassen oder sachlich vermerken: „Angabe nicht erforderlich“.
  • Unklare oder widersprüchliche Angaben (z. B. Einkommen variiert, Haushaltsgröße unklar).
    Warum kritisch: Vermieter verlieren Vertrauen – Rückfragen kosten Zeit.
    Lösung: Eine Version „final“ pflegen und nur diese versenden.
  • Falschangaben zu Einkommen oder Mietschulden.
    Warum kritisch: Kann als Täuschung gewertet werden – selbst nach Einzug kann das eskalieren.
    Lösung: Wahrheitsgemäß bleiben; wenn knapp: Bürgschaft/Zusatzsicherheiten aktiv anbieten.
  • Nachweise als Dateichaos (10 Bilder, 7 PDFs, keine Benennung).
    Warum kritisch: Schlechte Prüfbarkeit = „wir melden uns“ statt Zusage.
    Lösung: Ein PDF-Set + klare Dateinamen (Datum, Name).

Nicht zulässig / nicht empfehlenswert: Fragen nach Familienplanung, Religionszugehörigkeit, Parteimitgliedschaft oder Krankheiten musst du nicht beantworten – selbst wenn sie im Formular stehen.

Risiko: Gibst du falsche Angaben zu Einkommen oder bestehenden Mietschulden an, riskierst du Anfechtung/Kündigung wegen Täuschung – im Extremfall auch noch nach dem Einzug.

Varianten & Sonderlogik

Kurzantwort: Je nach Situation (WG, Bürgschaft, Haustiere, Selbstständigkeit) solltest du die Selbstauskunft gezielt anpassen – ohne unnötig intime Informationen preiszugeben.

Decision Tree (Wenn → dann):

  • Wenn du einen Nachmieter vorschlägst → dann reiche die vollständige Selbstauskunft inkl. Einkommensnachweis und SCHUFA gebündelt ein.
  • Wenn sensible oder unzulässige Fragen im Formular stehen → dann diese offen lassen oder schriftlich darauf hinweisen, dass sie datenschutzrechtlich nicht zulässig sind.
  • Wenn mehrere Interessenten vorhanden sind → dann strukturiert vergleichen (Einkommen, Haushaltsgröße, Bonität, Einzugsdatum).
  • Wenn du dich selbst bei einer neuen Wohnung bewirbst → dann Selbstauskunft digital vorbereitet bereithalten (PDF), um sie in Minuten zu versenden.
  • Wenn dein Einkommen unter der 3-fach-Kaltmiete-Faustregel liegt → dann Bürgschaft oder zusätzliche Sicherheiten aktiv anbieten.

Sonderfall (unique): Unzulässige Felder im Standardformular

Praxis: Manche Vorlagen enthalten „beiläufig“ Felder zu Religion, Parteizugehörigkeit, Schwangerschaft oder Gesundheit. Das musst du nicht ausfüllen. Sauberer Weg: Feld leer lassen oder kurz ergänzen: „Angabe nicht erforderlich“ – damit bleibst du sachlich und schützt dich.

WG / Paar / Familie

  • WG: Wer wird Hauptmieter? Wer zahlt? Klarheit in der Haushalts- und Einkommensdarstellung hilft enorm.
  • Paar/Familie: Gemeinsames Einkommen transparent darstellen (ohne Details, die niemand braucht).

Wenn du Nachmieter:innen aktiv managst: Rücksendeadresse klären und danach Inserat sauber aufsetzen.

FAQ

Wo bekomme ich ein Formular für Mieterselbstauskunft?

Hier kannst du eine saubere DOCX-Vorlage herunterladen und anpassen. Wichtig ist, dass du sie als Unterlagen-Set nutzt (Selbstauskunft + Nachweise), statt einzelne Infos verstreut zu schicken.

Wie schreibe ich eine Selbstauskunft als Mieter?

Am besten strukturiert: persönliche Daten, Haushaltsgröße, Einzugsdatum, Beschäftigung, Einkommen, Kontakt – plus die relevanten Nachweise. Unzulässige oder unnötige Fragen lässt du weg bzw. beantwortest sie nicht.

Wo bekomme ich eine Mieterauskunft her?

Viele Vermieter stellen eigene Formulare. Du kannst aber auch eine einheitliche Selbstauskunft nutzen, damit du schneller reagieren kannst – besonders bei Besichtigungen oder Nachmieter-Vorschlägen.

Wer füllt die Selbstauskunft aus?

Die Person(en), die einziehen wollen. Bei Paaren/WGs ist es sinnvoll, dass alle einziehenden Personen konsistente Angaben machen (oder ein gemeinsames Set, je nach Vermieter-Vorgabe).

Muss ich unzulässige Fragen beantworten (Religion, Gesundheit, Schwangerschaft)?

Nein. Solche Angaben sind nicht erforderlich. Du kannst Felder leer lassen oder sachlich notieren: „Angabe nicht erforderlich“.

Welche Nachweise sind typischerweise sinnvoll?

Häufig: Einkommensnachweis (z. B. letzte 3 Monate) und optional eine SCHUFA-Auskunft. Alles am besten in einem PDF gebündelt, klar benannt.

Wann sollte ich meine Unterlagen weitergeben?

Erst bei ernsthaftem Interesse (z. B. nach Besichtigung oder bei konkreter Anfrage). So reduzierst du unnötige Datenweitergabe und behältst die Kontrolle.

Kann ich Informationen schwärzen?

Ja, und das ist oft sinnvoll: Kontonummern, Kundennummern oder irrelevante Details müssen meist nicht sichtbar sein. Ziel ist Prüfbarkeit – nicht maximale Offenlegung.

Was passiert bei Falschangaben?

Das kann als Täuschung gewertet werden und später gravierende Folgen haben (bis hin zu Anfechtung/Kündigung). Wenn etwas knapp ist: besser aktiv erklären und Sicherheiten anbieten.

Wie nutze ich die Selbstauskunft, um einen Nachmieter zu finden?

Du sammelst die Selbstauskunft von Interessenten, prüfst strukturiert (Einkommen, Haushaltsgröße, Einzugsdatum, Bonität) und reichst dem Vermieter nur die passenden Kandidaten als vollständiges Set ein.

MoveU-Tipps

Wenn du Nachmieter:innen suchst: Kombiniere Selbstauskunft + saubere Wohnungsaufbereitung + Inserat. Dann wirkst du organisiert – und dein Vermieter entscheidet schneller.

Ein Unterlagen-Set

Packe alles in ein PDF: Selbstauskunft + Nachweise. Das ist schneller prüfbar als lose Dateien.

Wohnung „vorzeigbar“ machen

Je besser der Zustand, desto besser die Kandidaten. Starte mit Reinigung & Reparatur.

Inserat + Vorauswahl

Mit einem klaren Inserat und Vorab-Selbstauskunft sparst du Zeit: Wohnung inserieren.

Wohnung vorbereiten

Nächster Schritt: Erst Zustand und Details klarmachen – dann werden Nachmieter:innen und Vermieter schneller „grün“.

Kommunikation sauber halten

Parallel: Damit nichts verloren geht: Adressen, Ansprechpartner und Übergaben sauber dokumentieren.

Unterlagen finalisieren

Letzter Schritt: Wenn alles steht, finalisiere dein Bewerbungs-Set – dann kannst du bei Chancen sofort reagieren.

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